Sperre Sperrmuffe Differentialsperre Hey-Sperre

Schreibe hier bitte alle Fragen zur Technik des LJ80, sicher kennt jemand dein Problem.

Moderator: Skipper

Sperre Sperrmuffe Differentialsperre Hey-Sperre

Beitragvon Harada » Dienstag 27. Februar 2007, 15:34

Hallo zusammen,

nachdem ich meinen Achsschaden nun so hoffe ich endgültig geheilt habe... 7x Achse aus und wieder einbauen, drei verschiedene Hinterachsen hatte ich in der Hand...
Hier meine Entdeckung: Ich hatte ja nach dem Rauschen bei der einen Achse ab ca. 40 Km/h (noch im alten Forum) gefragt. Nachdem ich diese komplett zerlegt habe hat sich herausgestellt, das die Sperre einmal getauscht wurde und dabei eine Druckscheibe (Nr.20) vergessen wurde...

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... aufgrund des erhöhten Spiels haben sich dann natürlich die Zahnraeder ab einer hoeheren Geschwindigkeit bemerkbar gemacht.

Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Die Austausch-Sperre schaut ein wenig anders aus als die originale, die Zaehne sind groesser und auch die Hoehe der Zaehne ist groesser (original sind es etwa 5,5 mm die Austausch-Sperre hat 7mm). Habe ich da per Zufall eine verstaerkte Sperre erwischt oder hat Suzuki die verbauten Sperren mal modifiziert? Kann ich die Austausch-Sperre mit ruhigen Gewissen im Gelaende belasten?
Hier noch drei Bilder von den beiden Sperren rechts das ist die originale.

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Danke schon mal fuer die fachmaennischen Hinweise unserer Gelaendefreunde
Gruesse
Bernd
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Beitragvon Tom » Dienstag 27. Februar 2007, 16:38

Hallo,
habe die Teile zwar auch noch nie selbst in der Hand gehabt, aber die haltbarere Hey Sperre soll angeblich tiefere Nuten haben, damit sie besser haelt, und das Material muesste natuerlich auch haerter sein. Kann also kein Nachteil sein, ist das ein Suzuki Originalteil? Ich hab eine Hey Sperre drin (vom Vorbesitzer) und die haelt bislang super, auch bei Trials.
Hab auch eine Frage:
Meine Hinterachse macht mir auch Sorgen, ist ziemlich laut und die Kardanwelle hat viel Spiel bevor sie in der Achse greift, schlaegt beim Lastwechsel recht laut. Wieviel Spiel ist denn da normal und muss man sich vor einer Ueberholung fuerchten, deiner Erfahrung nach? Was kann das sein?
LG Tom
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Sperre Hey

Beitragvon Felix » Dienstag 27. Februar 2007, 23:24

Servus.

Anhand der Bilder kann ich dir sagen, dass die Sperre mit den tieferen Zaehnen eine nachgeruestete ist, wahrscheinlich sogar eine vom Autohaus Hey. Die kannst du bedenkenlos im Gelaende belasten, wenn sie ganz eingerueckt ist! Das ist wichtig!! Niemals die Raeder durchdrehen lassen und waehrenddessen die Sperre betaetigen.
Was auch wichtig ist: du darfst jetzt beim Zusammenbauen keine serien- Schaltgabel mehr verwenden. Die Sperre mit den tieferen Zaehnen verlangt nach einem Schaltgabelgehaeuse, in dem die Gabel in beide Richtungen weiter laufen kann. Du solltest dir im Zweifelsfall ein Schaltgabelgehaeuse ausfeilen (ist Alu, geht leicht). Probier dann an der Achse aus, ob der Spielraum der Gabel ausreicht, dass die Sperre ganz rein und ganz raus geht. Ist das nicht der Fall, besteht die Gefahr, dass die Zaehne abscheren.
Achso, du musst auch an der Schaltgabel die Nocke, die den Kontrollleuchtenschalter betaetigt, mit nem Schweisspunkt verlaengern, damit die Lampe bei ganz eingerueckter Sperre nicht wieder raus geht.

Gruss Felix
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Sperre Hey

Beitragvon Harada » Donnerstag 1. März 2007, 09:34

Hallo Felix,

danke fuer die Hinweise, ich muss mal schauen ob der Vorgaenger der auch die Druckscheibe vergessen hat, wenigstens an die Modifikation am Schaltgabelgehaeuse vorgenommen hat. Die Achse habe ich inzwischen schon wieder in Betrieb... Bin aber noch nicht mit der Sperre gefahren und werde sie wohl auch eher seltenst in Betrieb haben. Zumindes bleibt die Lampe an wenn ich die Sperre einlege.

@Tom: Hast Du das Werkstatthandbuch? Da ist ganz gut beschrieben wie die Spiele aussehen muessen, z.b. sollen Stirn und Kegelrad so zueinander Stehen das sich ein Spiel von 0,10 bis 0,15 mm ergibt, dazu nochmal die Seitenzahnradspiele von 0,05 bis 0,10 mm, das summiert sich dann natuerlich... Ich werde zuerst mal die Kardanwelle abnehmen und schauen ob der Flansch an der Achse seitliches Spiel hat, ev. den Anzugsmoment der Kegelradmutter Ueberpruefen, danach mal schauen wieviel Spiel ist wenn man dreht bis sich am Rad was tut, ich kann am WE mal schauen wieviel Spiel bei mir da jetzt ist.
Fuerchten muss man sich vor einer Ueberholung oder dem Auseinandernehmen und Zusammensetzen denke ich nicht, jedoch ist ein feines Haendchen gefragt wenn man nicht die Spezialwerkzeuge hat.

Gruesse
Bernd
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Beitragvon Tom » Donnerstag 1. März 2007, 15:01

Danke, werd mir das mal genauer ansehen. WSt.HB hab ich.
Liebe Gruesse Tom
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Beitragvon Harada » Dienstag 6. März 2007, 11:10

Hallo zusammen,

ich habe nachgeschaut, das Schaltgabelgehäuse ist modifiziert und wenn ich die Achse wieder eingebaut habe (da war letzte Woche doch tatsächlich ein Loch reingerostet...) werde ich mich auch mal wieder in Gelände trauen.

@ Tom: Das Spiel bei mir an den Hinterachsen ist weniger als 1/16 Umdrehung, also vom Gefühl her ein bischen was aber nicht viel.

Grüße
Bernd
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Beitragvon Nepomuk » Dienstag 6. März 2007, 22:24

Es gab auch mal eine Aenderung an der Sperre von Suzuki. Naeheres darueber steht im Clubblatt.
Bei jeder Einstellung eines Achsantriebes muss man (Herstellerunabhängig) das Tragbild mit Tuschierfarbe prüfen.
Gruss
Stefan
Gruß, Stefan

PS: https://youtu.be/bs5IPFeZaEM
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Sperre

Beitragvon Felix » Dienstag 6. März 2007, 23:46

Hi,

das Tellerrad muss zum Kegelrad etwas Spiel haben. Ich hab das nie ausgemessen. Hab das immer so eingestellt, dass man den Flansch, wo die Kardanwelle dran kommt, etwas hin und her wackeln kann.

Gruss Felix
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