Bremsankerblech/Restauration

Hier könnt ihr eure eigenen LJ-Projekte vorstellen und über Fortschritte und Rückschläge berichten. Bitte nur Fragen die, die Projekte betreffen.

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...ist alles wirklich ganz einfach!
Wie wir alle wissen sind unsere LJs mehr als nur Autos.
Ob wir's wollen oder nicht, werden sie frueher oder spaeter irgendwie zu Projekten.
Normalerweise besteht dabei die Aufgabe den LJ in einen fahrbereiten Zustand zu erhalten, was nicht immer leicht ist (aber dank der vielen LJ-Freunde hier und mit Hilfe von 'Fragen zur Technik' machbar!)
Hin und wieder aber landet eine Ellie in den Haenden eines kreativen LJ-Freundes, der etwas mehr vorhat: Sei es eine Totalrestauration, eine dezente Hoeherlegung, ein gewagter Motortausch oder eben eine andere Verschoenerung...
Wenn Euer LJ also so ein Projekt geworden ist (oder Ihr vielleicht gerade damit angefangen habt ein bisschen zu planen) dann nix wie rein in die 'Projekte'.
Der Uebersicht halber gibt es nur eine Regel: Pro LJ nur ein Thread.
Wer mehr LJs hat darf auch mehr Threads starten.
Auf diese Weise sieht man immer wer wo gerade welchen Fortschritt gemacht hat und aus eigener Erfahrung findet man alles nachher viel einfacher...
Ansonsten darf alles rein was zum Projekt gehoert: Bilder, Berichte, Fragen, Kommentare. Wer sein Projekt allerdings verkaufen will macht das natuerlich woanders...
Und zu guterletzt noch: Dass wir alle nett zueinander sind, versteht sich ja von selbst. Und vor allem hier, denn jeder ist stolz auf sein Projekt, nicht wahr?

Viel Spass,
Christian
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zoroma
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Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von zoroma » Dienstag 2. Oktober 2018, 21:00

Ich glaube nicht, dass das restaurieren bei mir anders ausschaut als bei euch:
Karosse runter, Rahmen sandstrahlen, schleifen, einschweißen, Rostgrundierung, Farbe, dann Mike Sander und Seilfett überall.
Achsen bürsten, schleifen...
und so weiter und so weiter... Ihr kennt das sicher alle.
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Naja, die Bremsankerbleche - Links unrettbar!
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Altes, punktgeschweißtes Blech rückstandslos entfernt. Zange, schleifen...
Habe mir ein Blechstreckgerät geleistet und aus einem Blechwinkel eine neues Blech angefertigt.
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Neues mit Rostschutz, punktschweißen, lackieren - fertig.
Schaut ziemlich original aus - oder?

und weil ich schon so in Fahrt war: die Bleche links und rechts am Rahmen auch gleich aus Nirosta nachgebaut.
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Links original - Rechts Fälschung.

Und die Halterung für Lenkstockhebel eingeschweißt - fast spielfrei.
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Die Blattfederbolzen und Federschäkel umgebaut auf Nirosta. Fotos muss ich erst machen - folgen in Kürze (wenn es euch interessiert)?

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MichiS
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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von MichiS » Donnerstag 4. Oktober 2018, 04:47

Schöne Bilder und ja es Intressiert :) Mich würde z.B. Intressieren, wie du das Blech für die Bremse hergestellt hast. Also von der Reihenfolge her, hast du erst den kleinen Rand umgebördelt und dann den Breiten Rand?

Viele Grüße
Michi
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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von miphitise » Donnerstag 4. Oktober 2018, 08:29

:sensationell:

Da arbeitet einer gerne mit Blech !
Michael
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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von Pottbote » Donnerstag 4. Oktober 2018, 17:14

Boah, einmalig... Das sieht ja mal klasse aus mit dem Ankerplatten- Nachbau und den Rahmenblechen.
Gut ausgeführtes Handwerk ist immer wieder :appl: wert
Gruß vom Ralli

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zoroma
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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von zoroma » Donnerstag 4. Oktober 2018, 18:26

...wie du das Blech für die Bremse hergestellt hast. Also von der Reihenfolge her, hast du erst den kleinen Rand umgebördelt und dann den Breiten Rand?

Nicht ganz:
Ausgang war ein normaler Blechwinkel mit Übermaß, ca. 25 x 25 x 1 mm. Dann einen der Schenkel mit dem Blechstrecker - den anderen Schenkel mit Blechstaucher bearbeiten. Dadurch entsteht die runde Form. Dann auf Maß zusammenschweißen - Schleifen. Hilfreich war eine runde Stahlplatte mit dem richtigen Durchmesser. Dadurch habe ich das richtige Maß die Ebenheit und die Rundheit erreicht. Dann den kleinen Rand mit einer kleinen Vorrichtung (damit der Abstand konstant bleibt) umbördeln. Ich habe dazu eine alte Eisenbahnschiene mit einem provisorischen Anschlag (aufgeschweißt) verwendet. Dann alles auf Maß mit Blechschere und Trennscheibe (Spielerei damit keine Stufen entstehen und alles gerade bleibt) Dann noch mit Schlichthammer Form korrigieren und Oberfläche einebnen. Zum Schluss innen und aßen schleifen, Rostschutz, ...
Ich hoffe es reicht dir die Beschreibung. Wenn nicht mache ich noch ein paar Fotos.

Zum Thema: arbeitet gerne mit Blech...
Eigentlich nicht. Ich mache aus der Not eine Tugend und sehe es als Herausforderung. Hat nicht beim ersten Mal funktioniert. Es gibt auch misslungene Versuche.
Damit die Sicken gleichmäßig werden, habe ich mir auch eine kleine Vorrichtung gefräst.

Und Danke Euch für das Lob. Nach soviel Arbeit tut ein positives Fachurteil richtig gut.

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MichiS
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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von MichiS » Sonntag 7. Oktober 2018, 10:52

Danke für deine Beschreibung, ich glaube ich kann es mir in etwa Vorstellen wie du es gemacht hast. Diese Form für die Sicken, hast du die aus Holz gemacht, gibts da viell. ein Bild davon?

Danke!

Lg
Michi
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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von zoroma » Sonntag 7. Oktober 2018, 20:34

Nein aus Stahl, weil gerade griffbereit. (Restmaterialverwertung)
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Matrize, weil einfacher eckig mit Kantenradius, der Stempel aus Rundmaterial DM 20 und austauschbar für rechteckige Sicken.
In dem Fall auf CNC-Fräse gemacht, weil gerade frei. Der Radius rundherum ist Spielerei und Zierde. Länge ca. 130 mm. Länger wäre besser, aber bekomme ich nicht mehr in meine kleine Spindelpresse.
Ich glaube geht auch mit Oberfräse und Material Hartholz.
Sind ja keine hunderte Teile sondern nur ein oder zwei.
Den Pressvorgang habe ich dann auf Spindelpresse und Schraubstock gemacht. Da heißt es aufpassen, dass man nicht schief wird.
Dann noch etwas mit Hammer korrigieren - fertig.
Kannst du dir das vorstellen?

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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von zoroma » Freitag 12. Oktober 2018, 21:40

Naja - mittlerweile schaut der Rahmen so aus:
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Weiter bei Motor, Karosserie.
Im Jänner kommt die GFK von Weiss!

Noch eine Frage an alle:
Neue oder gebrauchte Blattfedern? Oder ist das eine philosophische Diskussion?

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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von MichiS » Sonntag 14. Oktober 2018, 08:59

Schöne Bilder, vielen Dank fürs einstellen. Was die Frage über die Blattfedern angeht, würde ich persönlich diese nur Tauchen wenn diese zu deutlich durchhängen. Vorne ist das aber schon ab Werk der Fall. Also leider nicht ganz einfach zu Beurteilen :)

Viele Grüße
Michi
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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von zoroma » Sonntag 14. Oktober 2018, 18:36

Meintest du Stauchen oder "Aufsprengen"?
Die vorderen Blattfedern sind gerade bis leicht negativ gebogen trotz neuer Dämpfer.
Da bin ich jetzt auf Glatteis:
gebrauchte Federn Hi und Vo, oder Neue Vo und Hi die Alten. Mindestens pro Achse tauschen meine ich.
Die Neuen kosten auch mind. 80.-€ pro Stück.

Bitte Um eure Meinungen!

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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von Skipper » Montag 15. Oktober 2018, 17:07

Ich denke er meint tauschen :wink:
Gruß

Harry


Was mach ich nur wenn ich fertig bin?

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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von zoroma » Montag 15. Oktober 2018, 18:41

Ah, danke. Wäre ich nicht darauf gekommen.
Also doch eher auswechseln - mal hören was andere sagen?

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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von DoppelT » Montag 15. Oktober 2018, 21:36

Ich würde nur tauschen, wenn eine Feder gebrochener oder die Karosserie auf einem Puffer aufliegt!

Bis Du aber Du alles dafür beieinander hast kannst gute 500€ rechnen!

Gummis, Schälen, Schrauben, Hülsen usw......

Gruss Thomas
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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von zoroma » Dienstag 16. Oktober 2018, 14:22

Kann man nicht vorne ein Stützblatt hinzufügen?
Hat das von euch schon einmal jemand probiert?
Oder wird das System zu hart?

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Re: Bremsankerblech/Restauration

Beitrag von Harada » Dienstag 16. Oktober 2018, 14:54

kannst Du probieren, würde ich aber von abraten da der LJ dadurch noch härter wird als er eh schon ist. Ich habe mal einen gesehen der eine Lage rausgenommen hat, dadurch wurde der LJ weicher, hing aber auch ein wenig weiter runter.
Vorschlag meinerseits: Bau ihn erst mal zusammen und fahre ihn, danach kannst Du immer noch an den Federn arbeiten.

Grüße
Bernd
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"Camping ist der Zustand in dem der Mensch seine eigene Verwahrlosung als Erholung empfindet "

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