Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Schreibe hier bitte alle Fragen zur Technik des LJ80, sicher kennt jemand dein Problem.

Moderator: Skipper

schwerer kiter
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Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von schwerer kiter » Donnerstag 15. Oktober 2020, 15:27

Hallo zusammen
bin neu hier und wollte mal zwei Fragen in den Raum schmeißen die mich momentan am meisten bei meinem LJ beschäftigen . Als erstes , das Getriebe - habe nach meinem Kauf erstmal alle Getriebeöle getauscht , man könnte vermuten da war noch das erste drin ;-) . Das Getriebe lässt sich auch gut schalten außer dem ersten Gang . Im Stand , Motor ist aus geht er gut rein , aber während der Fahrt , bzw . wenn ich mit laufendem Motor stehe gehts garnicht oder nur mit etwas Gewalt . Sobald der Wagen rollt ( zum Glück kann man den ja locker im zweiten anfahren ) geht er dann wieder gut rein . Frage , liegt das an der Syncronisation oder könnte da noch woanders was klemmen .
Und die zweite Frage bezieht sich auf ein altes Thema das hier oft behandelt wurde , der Wagen quallmt und stinkt nach Sprit. Ich denke er läuft zu fett , werde die Tage mal die ganzen Dichtungen überprüfen , auch die der Anreicherungspumpe .
Er reagiert nicht auf das Einstellen der CO Schraube was ja auch nicht normal ist . Komisch ist aber das er ansonsten top läuft , sehr gut anspringt , sich nicht verschluckt und sich erstaunlich untertourig fahren lässt . Meine Frage ist jetzt wenn man alles in Ordnung bringt , Vergaser , Zündung , Ventile usw. wie viel bleibt dann noch von dem Qualm oder Gestank übrig , eigentlich sollte man so einen Motor doch auch russfrei hin bekommen oder ? Wenn alles andere in Ordnung ist . Danke schon mal für Antworten .
Gruß Michael

Crossvalleyhopper
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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von Crossvalleyhopper » Freitag 16. Oktober 2020, 10:24

Hallo Michael!
Willkommen auch von mir.
Zum Getriebe fällt mir gerade so nix ein,
ausser ebenfalls evtl. Synchronring.
Zum Motor: ich weiss nicht, was Du schon gemacht hast. Erst mal die Einstellung von Choke- und Gaszug checken. Evtl. hat jemand versucht, das Standgas über die Verstellschrauben von Gas oder Choke einzustellen. Würde die Überfettung erklären.
Wie ist denn so der Spritverbrauch?
Wenn die Beschleunigerpumpenmembrane durch ist, hatte ich schon, lief meiner im Standgas (sehr)unruhig.

So ein Motor sollte nicht qualmen und Spritgeruch gibts nur beim Bergabfahren, weil er keine Leerlaufabschaltung hat. Qualmt eher gerne mal, wenn die Ventilschaftdichtungen fertig sind. Wurde hier schon mehrfach besprochen.
Soweit mein Senf.

Kannst uns gerne auf dem laufenden halten.

Gruß
Jochen
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Rettich
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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von Rettich » Freitag 16. Oktober 2020, 12:03

Beim Qualm würde ich auch als erstes auf die Ventilschaftdichtungen tippen, wenn du die Möglichkeit hast, dann mach auch mal eine Kompressionsmessung, das sagt schon einiges über den Zustand vom Motor aus.
Es kann sich auch lohnen wenn man den Vergaser in einer Werkstatt mal kpl. einstellen lässt, wie sieht denn das Kerzenbild aus ?.
Wenn das Öl nach Benzin riecht, würde ich auch mal die Membrane von der Benzinpumpe kontrollieren, früher sind die öfters mal eingerissen und dann kommt Benzin ins Motoröl, wenn man den Motor beschleunigt dann entsteht ein hoher Öldruck und der Motor qualmt.
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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von b-kadett » Freitag 16. Oktober 2020, 17:16

Hallo Michael, das der erste Gang nicht gut reingeht, liegt in den meisten Fällen am Pilotlager. Dann wird der Antriebsdorn nicht frei und dreht mit der Motordrehzahl.
Muss aber der Motor für ausgebaut werden.

Gruß Lorenz

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Mark AC
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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von Mark AC » Freitag 16. Oktober 2020, 18:51

Hallo Lorenz

habe mit dem Lager auch ein Problem, wie bekomme ich das raus.
Die Lagerabzieher sind alle zu kurz, hat einer eine Tip dafür?

Mark
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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von kurt » Samstag 17. Oktober 2020, 05:16

richt es nach benzinoder nach abgasen
.
manchmal ist es so das beim fahren ohne dach die abgasedurch den Luftwirbel in den Innenraum gewirbelt werden . da hilft es oftt schon wenn man den Auspuff hinten zur seite enden lässt .
mfg kurt

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Harada
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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von Harada » Samstag 17. Oktober 2020, 18:05

Mark AC hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 18:51
habe mit dem Lager auch ein Problem, wie bekomme ich das raus.
Die Lagerabzieher sind alle zu kurz, hat einer eine Tip dafür?
Messing Spreizdübel, ich glaube es war M8...

Grüße
Bernd
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Mark AC
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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von Mark AC » Samstag 17. Oktober 2020, 19:20

Hallo Bernd
Messing Spreizdübel, ich glaube es war M8...
Danke für den Tip. :daumen:
Werde ich Montag direkt ausprobieren.

Mark
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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von HBWayli » Sonntag 18. Oktober 2020, 16:02

Mark AC hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 18:51
Hallo Lorenz

habe mit dem Lager auch ein Problem, wie bekomme ich das raus.
Die Lagerabzieher sind alle zu kurz, hat einer eine Tip dafür?

Mark
Mit Knete...
In das Loch stecken...
Dann mit einem Passdorn in das Loch schlagen.
die Knete wird dann kompremiert und drückt irgendwann
das Lager heraus.
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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von schwerer kiter » Samstag 24. Oktober 2020, 08:33

Hallo , vielen Dank schon mal für die Antworten . Also ich beschreibe es mal was genauer . Beim Getriebe tippe ich eher auf irgendwas mit Syncronisation da das Problem im Prinzip nur bei laufendem Motor im Stand auf tritt . Rollt der Wagen oder der Motor ist aus habe ich kein Problem . Was das Geruchs und Qualm Problem betrifft , ich habe mal die Kompression gemessen und die war bei allen vier ( ohne das ich Gas gegeben habe - das soll bei geöffneter Drosselklappe noch mehr werden da mehr angesaugt werden kann ) 10,7 . Laufleistung des Motors 47 tkm . Das sieht ja nicht schlecht aus . Werde das heute mal mit geöffneter Klappe messen . Der Geruch ist schon stark Benzinlastig und der schwarze Russ ist auch trocken und nicht ölig . Öl verbraucht er auch nicht viel . Wenn man den Luftfilter ab macht steht irgendwie immer Sprit im Rohr b, Schwimmerkammerstand ist lat Fenster ungefähr halb . Und das der Motor auf keinerlei Verstellen der CO Schraube reagiert deutet auch eher auf was mit dem Vergaser hin . Auch den werde ich heute zerlegen .Merkwürdig ist halt das der Motor meiner Meinung nach top läuft . Hat jemand schon Erfahrungen mit dem Umbau auf Kontaktlose Zündung . Da gibt es doch so einen Umbausatz von Lucas und ich habe noch einen Verteiler . Bringt das was ? Zumindest schon mal keinen Verschleiß mehr ;-) .Und hier auch mal ein Tipp von mir ( Stand hier aber auch schon mal irgendwo ) Wenn Öl aus der Handbremse kommt b, also das Vorschaltgetriebe undicht ist , scheint es oft nicht der Simmerring zu sein den man verständlicherweise als erstes wechselt sondern da ist noch ein O-Ring hinter der Buchse und das ist der Übertäter . Den bekommt man übrigens wenn man die original Teilenummer weiß bei jeden Suzuki Motorradladen da der Ring bei vielen etwas älteren Mopeds verbaut war . Keine 2 Euros . Den Simmerring gabs leider nicht da den musste ich teuer woanders bestellen . Jetzt ist alles dicht . So , reicht erstmal . Gruß Michael

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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von schwerer kiter » Samstag 24. Oktober 2020, 10:03

So , kleine Nachlese . Verdichtung bei allen 4 mit abgebautem Vergaser , also wie geöffnete Drosselklappe , über 12 . Und ich habe tatsächlich ein Miniloch in der Gummimebrane der Anreicherungspumpe . Mal schauen ob da der Zubehördichtungssatz was taugt und ob das der Fehler war .

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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von schwerer kiter » Samstag 24. Oktober 2020, 10:25

Eins kann man schon am Zubehördichtungssatz erkenne , manche Löcher in der Dichtung fehlen oder sind nicht da wo sie hin gehören . Und nach entfernen der beiden Messingplättchen der besagten Membrane sind noch mehr Löcher erkennbar . Die neue Gummimembrane muss ich allerdings nacharbeiten . Bin nicht bereit 80 Euro für so ein Teil zu bezahlen . Ergebnis folgt .

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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von schwerer kiter » Samstag 24. Oktober 2020, 12:45

So , denke das mit dem Bezingeruch hat sich erledigt . Ist jetzt nicht so das da nicht mal ein schwarzes Wölkchen raus kommt , je nach dem wie ich Gas gebe , aber der Geruch ist meiner Meinung nach weg und Motor reagiert direkt auf das Verstellen der CO Schraube . Werde mich sicherlich auf Grund des Alters irgendwann mal um die Ventilschaftgummis kümmern aber der jetztige Unterschied vom Geruch ist schon gut . Damit kann ich leben . Mal schauen wie sich das Bild der Zündkerzen entwickelt , bis jetzt waren sie immer schwarz . Bis auf weiteres .

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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von Rettich » Samstag 24. Oktober 2020, 19:22

Hallo,
bei der Benzinpumpe kannst du auch die eckige von SJ410 nehmen, die kosten kpl. neu so zwischen 30-40€ ( Ebay z.B.), Kontaktlose Zündung hier im Forum hat jemand einen kpl. Kontaktlosen Verteiler für den SJ410 für 72€ neu gekauft, der Verteiler vom SJ 413 soll auch gehen.

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Re: Einmal Getriebe und das alte Thema Benzingeruch

Beitrag von schwerer kiter » Samstag 24. Oktober 2020, 21:52

Danke für den Tip mit dem Verteiler Sj , hatte ich auch schon irgendwo gelesen . Die Löcher waren nicht in der Benzinpumpe sondern am Vergaser , da wo auch die Beschleunigerpumpe sitzt . Da sind insgesamt drei Gummidichtungen , ich meine die in der Mitte , nennt man wohl Anreicherungspumpe . Zumindest stand das hier mal irgendwo . Kannte so was garnicht . Aber genau wie in diesem Thread beschrieben waren auch bei mir viele kleine Löcher in der Membrane und dadurch bekommt der Motor zu viel Sprit . Der Benzingeruch der hinten aus dem Pott kam ist auf jeden Fall so gut wie weg . Sa bin ich echt froh , das war schon echt ätzend .

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